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Welttag der Prävention gegen das Ertrinken: Bensheimer Feuerwehr trainiert Wasserrettung

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Welttag der Prävention gegen das Ertrinken: Bensheimer Feuerwehr trainiert Wasserrettung

Bensheim. Es sind nur wenige Minuten, die die Einsatzkräfte im Ernstfall Zeit haben, um einen Menschen, der gegen den Tod durch Ertrinken kämpft, aus dem Wasser zu retten. Dauert es länger, droht der Betroffene unterzugehen, da ihn die Kräfte verlassen.

Die Feuerwehr Bensheim probt daher regelmäßig den Ernstfall, wenn es um das Thema Wasserrettung geht – ein Einsatzgebiet, das viele mit Sicherheit nicht auf Anhieb bei den Brandbekämpfern vermuten. Die Wasserrettung ist eine gesetzliche Aufgabe der Feuerwehr. Diese Aufgabe ist jedoch im Kreis Bergstraße an die DLRG delegiert.

„Hierbei unterstützen wir die Kolleginnen und Kollegen der DLRG, die mit ihrem Know-How und ihrer Ausstattung wie Drohnen, Sonar und Spürhunden hauptverantwortlich für die Rettung zuständig sind. Nach Eingang einer entsprechenden Notfallmeldung ist die Feuerwehr meistens als erstes am Ort des Geschehens und übernimmt die Einsatzleitung“, erklärt Stadtbrandinspektor Jens-Peter Karn den Ablauf und die Zuständigkeiten einer solchen Rettungsmaßnahme. Bei diesen kommt regelmäßig – durchschnittlich zwei- bis fünfmal im Jahr – ein Rettungsboot zum Einsatz, mit dem die Kameradinnen und Kameraden seit über 15 Jahren ausgestattet sind. Es verfügt über einen Luftkammerrumpf und einen sechs PS-Außenbordmotor. Die Motorleistung, an die keine Führerscheinpflicht gebunden ist, ist für die Gewässer der Stadt Bensheim ausreichend.

Das Boot wird im Regelfall mit zwei Einsatzkräften besetzt und kann noch zwei weitere Personen aufnehmen. Die Ausstattung des Bootes besteht außerdem aus Schwimmwesten, zwei Rettungsanzügen und aus einem Schauglas für den Blick unter die Wasseroberfläche.

Dass Feuerwehr und DLRG immer wieder zur Rettung ans Wasser gerufen werden, ist nicht zuletzt dem „Leichtsinn und der Missachtung von Badeverboten geschuldet“, wie Karn im Rahmen der aktuellen Übung auf der Erlache betont. „Das Gewässer ist hochgefährlich. Zum einen ist es sehr tief und zum anderen kommt es am Uferbereich zu Rissen, die schlagartig abrutschen können. Außerdem ist die Erlache ein Betriebsgelände. Im Notfall müssen wir uns hierzu erst einmal Zugang verschaffen, was natürlich weitere Zeit in Anspruch nimmt“. Auch am Niederwaldsee ist Baden untersagt und auch hier wird das Verbot immer wieder ignoriert, teils mit tödlichen Folgen. Denn im Gewässer gibt es unter anderem Schlingpflanzen, die auch für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer schnell eine große Gefahr darstellen können. Da es immer wieder zu Unfällen kommt, wurde am Niederwaldsee kürzlich eine Notrufsäule aufgestellt. Die Auerbacher Feuerwehr erhält zudem in naher Zukunft ebenfalls ein Rettungsboot, da die dortigen Kameraden schneller vor Ort sein können. „Auch wenn wir die Maßnahmen zur Rettung weiter optimieren, ist das kein Freifahrtschein für die Schwimmerinnen und Schwimmer, die Badeverbote zu ignorieren“, betont Karn und ergänzt: „Für alle, die im Sommer Abkühlung suchen, ist und bleibt – neben dem Freibad – der Bensheimer Badesee die einzige Adresse. Da er durch geschultes Personal bewacht wird, ist er ein sicherer Badeort für Familien, Schwimmer und Nichtschwimmer – außer die unbewachte Südseite: Hier besteht Badeverbot“.

Jedes Jahr ertrinken schätzungsweise 236.000 Menschen. Im Alter von 1 bis 24 Jahren ist das Ertrinken weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Grund genug für die Vereinten Nationen (UNO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Welttag der Prävention gegen das Ertrinken zu initiieren, der seit 2021 am 25. Juli stattfindet. Der Aktionstag soll ein internationales Zeichen für den Kampf gegen das Ertrinken setzen.

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