Newsletter

kostenlos eintragen 1x Monatlich einen Newsletter erhalten

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Meist angeschaut

Nebenkostenabrechnungen im Blick: Worauf Mieter achten sollten

A mininum rating of 0 is required.
Please give a rating.
Thanks for submitting your rating!
Avatar-Foto

Nebenkostenabrechnungen im Blick: Worauf Mieter achten sollten

Die Nebenkostenabrechnung ist für viele Mieter ein jährlich wiederkehrendes Thema. Dabei ist es wichtig, die Abrechnung genau zu prüfen, um sicherzustellen, dass alle Kosten korrekt und gerecht auf die Mieter umgelegt werden.

Prüfung der Nebenkostenabrechnung –  Schritt für Schritt

Grundlegende Überprüfung:

Kontrolle der formellen Richtigkeit (Korrekte Angaben zu Mieter und Vermieter, Abrechnungszeitraum, etc.).

Plausibilitätsprüfung der Gesamtkosten.

Kostenpositionen im Detail:

Heizkosten:

  • Erfassung der verbrauchten Einheiten (meist in Kilowattstunden) und Vergleich mit den Vorjahren.
  • Überprüfung der Heizkostenverteilung nach Fläche oder Verbrauchseinheiten.

Wasserkosten:

  • Kontrolle des Wasserverbrauchs und Abgleich mit den Vorjahren.
  • Beachtung der korrekten Umlageschlüssel, z.B., nach Personenzahl oder Wohnfläche.

Abwassergebühren:

  • Überprüfung der Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch oder anhand anderer geeigneter Schlüssel.

Müllentsorgung:

  • Klärung, ob die Müllkosten korrekt auf die Mieter umgelegt wurden.
  • Prüfung der Gebührenordnung der örtlichen Entsorgungsbetriebe.

Betriebskosten:

  • Überprüfung von Kosten für Hausmeister, Gartenpflege, Treppenhausreinigung, etc.
  • Achten Sie darauf, dass nur tatsächlich angefallene Kosten abgerechnet werden.

Versicherungen:

  • Kontrolle der Versicherungskosten, z.B., Haftpflicht- oder Gebäudeversicherung.
  • Klärung, ob die Versicherungen angemessen und notwendig sind.

Sonstige Nebenkosten:

  • Überprüfung von Kosten für Gemeinschaftsantennen, Hausreinigung, Beleuchtung, etc.
  • Klärung, ob diese Kosten umlagefähig sind und in welchem Umfang.

Umlagefähige Kosten – Wirtschaftlichkeit beachten

Bei der Entstehung oder Erhöhung von umlagefähigen Betriebskosten muss der Vermieter unbedingt ein wirtschaflich vernünftiges Maß anlegen. Der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit ist gesetzlich ausdrücklich verankert. Der Vermieter ist prinzipiell bei Fremdvermietungen zum sparsamen Umgang mit dem erhaltenen Geld verpflichtet. Das bedingt z.B., dass nicht zu überteuerte Versicherungen für ein vermietetes Mehrfamilienhaus in Betracht kommen. Oder die Auswahl eines Gasanbieters für die Heizungen in den einzelnen vermieteten Wohnungen muss immer mit dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit vertraglich ausgewählt werden.

Welche Kosten können grundsätzlich auf die Mieter umgelegt werden?

Heizkosten:

  • Kosten für Wärmeversorgung (Heizung, Warmwasser).
  • Betriebskosten der Heizungsanlage.

Wasserkosten:

  • Kosten für Wasserverbrauch.

Abwassergebühren:

  • Überprüfung der Abrechnung nach dem tatsächlichen Verbrauch oder anhand anderer geeigneter Schlüssel.

Betriebskosten:

  • Kosten für die Pflege von Gemeinschaftsflächen (Hausmeister, Gartenpflege).
  • Kosten für die Reinigung von Gemeinschaftsflächen (Treppenhaus, Flure).

Müllentsorgungskosten

  • Klärung, ob die Müllkosten korrekt auf die Mieter umgelegt wurden.
  • Prüfung der Gebührenordnung der örtlichen Entsorgungsbetriebe.

Versicherungen:

  • Gebäudeversicherung.
  • Haftpflichtversicherung.

Sonstige Nebenkosten:

  • Kosten für Gemeinschaftsantennen
  • Kosten für Hausreinigung und Beleuchtung von Gemeinschaftsflächen.

Nicht umlagefähige Nebenkosten

Verwaltungskosten:

  • Kosten für die Verwaltung des Mietobjekts, wie beispielsweise Kosten für die Buchführung, Mahnwesen oder Mieterkorrespondenz.

Finanzierungskosten:

  • Zinsen und Tilgung von Darlehen oder Krediten zur Finanzierung des Mietobjekts.

Instandhaltungsrücklage:

  • Beträge, die Vermieter für die Bildung einer Instandhaltungsrücklage zurücklegen, dürfen nicht direkt auf die Mieter umgelegt werden.

Maklerprovision:

  • Die Kosten für die Beauftragung eines Maklers bei der Vermietung sind in der Regel Sache des Vermieters und nicht umlagefähig.

Säumniszuschläge und Mahnkosten:

  • Gebühren, die aufgrund von Zahlungsverzug entstehen, dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden.

Gebühren für Schönheitsreparaturen:

  • Kosten für Renovierungsmaßnahmen, die dem bloßen „Schönheitszustand“ dienen, sind nicht umlagefähig.

Reparaturen aufgrund von Vandalismus:

  • Kosten, die durch vorsätzliche oder fahrlässige Handlungen von Dritten (wie Vandalismus) entstehen, sind in der Regel nicht umlagefähig.

Beiträge zu Mieterverbänden oder Interessensvertretungen:

  • Kosten für Mitgliedschaften in Mieterverbänden oder ähnlichen Organisationen des Vermieters dürfen nicht auf die Mieter umgelegt werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die genaue Aufteilung von umlagefähigen und nicht umlagefähigen Nebenkosten im Mietrecht variieren kann. Mieter sollten daher ihren Mietvertrag sorgfältig prüfen und gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen, um sicherzustellen, dass die Nebenkostenabrechnung den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

Widerspruchsfrist

Die Widerspruchsfrist gegen eine Nebenkostenabrechnung beträgt in der Regel einen Monat. Mieter haben nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung einen Monat Zeit, um Widerspruch einzulegen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Frist mit dem Zugang der Abrechnung beginnt.

Es gibt jedoch Ausnahmen und Sonderregelungen, die je nach Mietvertrag variieren können. Deshalb ist es ratsam, den eigenen Mietvertrag und die gesetzlichen Bestimmungen zu prüfen, um sicherzustellen, dass man die genaue Widerspruchsfrist kennt und einhält. In Deutschland regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) die Fristen für Widersprüche gegen Nebenkostenabrechnungen im Mietrecht.

Kostenloser Newsletter

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Anzeige

Anzeige

Anzeige